Schwerpunkte

Nürtingen

Schneckengeschichten

15.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Husmannsche Brunnenschnecke ist vom Naturschutzbund (Nabu) zum Weichtier des Jahres gewählt worden. Ein echter Winzling und eine grazile Schönheit, diese Bythiospeum husmanni. Man nehme sich eine Ein-Eurocent-Münze zur Hand, lege diese mit der Zahlseite nach oben. Man wende den Blick auf die Stelle, an der die Entfernung vom oberen Rand des Buchstabens C zum Münzrand am geringsten ist, dann hat man eine Vorstellung von der Größe. Der durchscheinende Körper des Winzlings steckt in einem durchsichtigen spiralförmigen Türmchen. Das Tierchen ernährt sich von Mikroorganismen, die wie die Schnecke selbst normalerweise kein Tageslicht zu Gesicht bekommen. Viel mehr ist über die Lebensumstände des Winzlings noch nicht bekannt, nur dass sein Vorkommen im Grundwasserbereich des Ruhrtals ein untrüglicher Indikator für die Unbedenklichkeit der Verwendung des Wassers als Trinkwasser ist. Über 50 verschiedene Brunnenschneckenarten soll es in Deutschland geben, von denen ein Köngener Lehrer namens David Geyer zwischen 1904 und 1907 die ersten lebenden Exemplare in den Karsthöhlen der Alb entdeckte. Es dauerte weitere hundert Jahre, bis die Arbeitsgemeinschaft Blautopf 2005 die erste Dokumentation über die Lebensweise der Brunnenschnecken präsentierte. heb


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 53% des Artikels.

Es fehlen 47%



Nürtingen