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Rentner Rambo

23.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rentner Rambo

Er tut es schon wieder. Der Kleindarsteller (1,72 Meter) Sylvester Stallone gibt im reifen Alter von 62 Jahren nochmals den Rambo. Genau 20 Jahre nachdem der dritte Teil der Kriegersaga in die Kinos kam, bricht Stallone mit Teil vier eine Lanze für Franz Müntefering und die Rente mit 67. Wenn Stallone mit 62 Jahren noch ganz alleine einen Volkssturm geben kann was meckert dann der gemeine Arbeiter, wenn er zwei Jahre länger schuften muss? Doch fern jeder Realität ist Hollywood. Wo echte Kriegsveteranen schon längst in psychologischer Behandlung sind, um ihre posttraumatischen Belastungsstörungen auszutherapieren, weil sie schon beinahe tödlich erschrecken, wenn ein Kind mit einer Brötchentüte knallt, rennt Stallones Kunstfigur wie eh und je durch den Dschungel (diesmal ist es der burmesische) und erhöht die Bleibelastung bislang unbescholtener Urwälder. Das größte Wunder ist wohl, dass der Veteran in dem Alter noch alle Glieder beieinander hat. An anderen Ex-Soldaten verdient die Prothesen-Industrie gewaltig und Rentner Rambo scheint noch nicht einmal seine dritten Zähne zu haben, bis an die er mal wieder bewaffnet ist. So führt Stallone vor, wie die Zukunft in einer überalterten Gesellschaft aussehen kann: Jugendwahn bis ins Altersheim. Kann er denn nicht wie andere Rentner auch im Garten auf ein Bänkchen sitzen und den Rosen beim Blühen zuschauen? bg


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