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Nürtingen

Rege Töpfertätigkeit bei den Drei Linden

15.10.2009 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Römer produzierten einst in Nürtingen Schalen, Becher und Schüsseln für die nähere Umgebung

Verecundus, Saturninus und Comitialis waren, wenn man so will, die ersten namentlich bekannten Nürtinger. Wie sie lebten und arbeiteten, machte am Montag ein Vortrag im Stadtmuseum deutlich. Beschäftigt waren die drei Männer zwischen 180 und 210 nach Christus in der römischen Terra-Sigillata-Töpferei in der Ruthmänninstraße bei den Drei Linden.

NÜRTINGEN. Wer in einer römischen Töpferei beschäftigt war, verrichtete Schwerstarbeit. Das Gewinnen und Zubereiten von Ton, das Formen der Geschirre und das Brennen im Töpferofen war mühselig und mit großen körperlichen Anstrengungen verbunden. Die Spezialisten, heute würde man sie Facharbeiter nennen, genossen deshalb aber kein sonderliches Ansehen. Wer sich im Römerreich bei der Arbeit die Hände schmutzig machte, zählte zur Unterschicht.

Warum die frühen Nürtinger den Platz bei den Drei Linden für ihre Töpferei auswählten, machte Erwin Beck vom Heimatbund in seinem Referat deutlich. Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes verwies auf die dort anstehende, bis 1,80 Meter starke Tonschicht, es war reichlich Holz vorhanden und der Tiefenbach lieferte das notwendige Wasser. Erwin Beck geht davon aus, dass schon damals ein Weg durch das Tiefenbachtal führte, hinaus zu einer Römervilla im Eisenwinkel.


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