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Radeln gegen Depressionen

15.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit Sack und Pack quer durch Deutschland radeln die 64 Teilnehmer der „Mood-Tour“, die gestern Station in Nürtingen machte. Viele von ihnen haben Erfahrungen mit Depressionen und psychischen Erkrankungen gemacht und möchten andere ermutigen. „Mood“ ist das englische Wort für „Gemütszustand“. Die Teilnehmer luden dazu ein, sie auf dem Streckenabschnitt Nürtingen–Ostfildern zu begleiten. Ihr Anliegen ist, den Umgang mit seelischen Krankheiten freier zu machen und offener darüber zu sprechen. „Die Fahrer können selbst entscheiden, wie lange sie mitfahren wollen“, erklärt Silvia Sollner, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle im Bürgertreff Nürtingen. Geführt werden die Fahrer vom ADFC und den Machern der beliebten Nürtinger Feierabendtour. Die Aufmerksamkeit rund um die „Mood-Tour“ nutzten mehrere Einrichtungen: „Die ,Mood-Tour‘ dient uns als Aufhänger, um die Menschen über das Selbsthilfe-Angebot hier zu informieren“, so Christine Wurster, Leiterin des Reha-Sportkurses der TG Nürtingen. „Durch solche Veranstaltungen kommt man nach der Krankheit wieder in Bewegung, ist an der Sonne und knüpft soziale Kontakte“, sagt Monika Stoitzner, Leiterin von zwei Selbsthilfegruppen für seelisch Erkrankte in Nürtingen. jsg

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