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Postkarten für den Krieg

13.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pw) Die Vereinigten Staaten von Amerika waren schon immer ein Migrationsland. Seitdem sie 1776 ihre Unabhängigkeit von den Briten verkündet hatten, erreichten Einwanderungswellen aus allen Teilen Europas die junge Nation. Aus Deutschland emigrierten nach der 1848 begonnenen und 1849 grundsätzlich gescheiterten Märzrevolution viele Revolutionäre oder liberale Sympathisanten in die Vereinigten Staaten. Als Irland zwischen 1845 und 1849 von der großen Hungersnot getroffen wurde, sank die irische Bevölkerung um 25 Prozent, eine Million Menschen verhungerte und der Rest wanderte in die Staaten aus. 1851 lebten 6,6 Millionen irische Auswanderer in den USA. Vor allem in den industriellen Großstädten der Ostküste wie Boston oder New York gab es und gibt es heute immer noch einen großen Bevölkerungsanteil von Irischamerikanern.

Von 1880 bis 1915 emigrierten vier Millionen Italiener in die USA, viele von ihnen flohen vor der Armut, die die verspätete Industrialisierung und der Niedergang der Landwirtschaft in ihrer Heimat geschaffen hatte.


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