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Nürtingen

„Politik und Sozialarbeit haben versagt“

13.03.2010 00:00, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jugendhilfeausschuss des Kreistags macht sich Gedanken über Integration junger Migranten

Welche Rolle kann und soll der Kreisjugendring (KJR) bei der Integration von jungen Migranten spielen? Mit dieser Frage befasste sich vorgestern der Jugendhilfeausschuss des Kreistages.

Angestoßen hatte den Gedankenaustausch Pit Lohse, der den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband in diesem Gremium vertritt: „Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Migrationsarbeit“ fehlte ihm im Jahresbericht des Kreisjugendrings für 2009, der dem Ausschuss zur Kenntnisnahme vorlag.

Das bedauerte der Nürtinger, denn mit der weltweit agierenden Gruppe um den Prediger Fethullah Gülen gebe es mittlerweile eine äußerst kritisch zu sehende Organisation, „die genau in die Lücke reinstößt, wo Politik und Sozialarbeit versagt haben“. Migrationsarbeit dürfe man zudem nicht dem KJR allein überlassen: „Da gehören auch politische Köpfe rein.“

Kurt Spätling, Geschäftsführer des KJR, berichtete, dass eine Anfrage einer muslimischen Frauengruppe aus Filderstadt zu Diskussionen in der Mitgliederversammlung geführt habe. Auch er beklagte, „dass unsere Gesellschaft nie vernünftig debattiert hat, was wir von Migranten verlangen“. Seine Position: „Wir müssen uns auch mit wertkonservativen Strömungen auseinandersetzen.“


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