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Nürtingen

Oh, wie schön ist Panama?

09.04.2016 00:00, Von Henrik Sauer und Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nach den Enthüllungen über Geheimgeschäfte mit Briefkastenfirmen stellt sich die Frage, wie legal solche Offshore-Firmen sind und wie gegen sie vorgegangen wird

Die „Panama Papers“ haben diese Woche ein Schlaglicht auf das globale Geschäft mit der Steuervermeidung geworfen. Jetzt wird nach einer Lösung gesucht. Serge Ragotzky, Finanzexperte an der Nürtinger Hochschule, regt an, auch mal darüber nachzudenken, die Besteuerung so zu gestalten, dass sich Kapitalflucht quasi gar nicht mehr lohnt. Die Politik fordert Konsequenzen.

Foto: Holzwarth
Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN. Ohne Zweifel gehe es bei den „Panama Papers“ auch um eine moralische Frage, sagt Serge Ragotzky. „Es gibt viele Motive für die Gründung von Briefkastenfirmen.“ Bei den jetzt veröffentlichten Dokumenten über Offshore-Firmen, die von einer panamaischen Kanzlei verkauft wurden, handelt es sich offensichtlich meistens um Firmen, deren Geschäftszweck ein vermögensverwaltendes Element ist. Deren administrativen Funktionen werden in der Regel von Steuerberatungs- oder Anwaltskanzleien wahrgenommen, erläutert Ragotzky: „Basierend auf Verträgen treffen sie Entscheidungen gegen eine pauschale Vergütung.“ Das freilich müsse man sich finanziell auch erlauben können, ergänzt der HfWU-Professor. Weshalb solche Konstruktionen bei Privatleuten wohl nur für „Superreiche“ in Frage kommen, die dadurch dann oft weniger Steuern auf ihre Vermögenserträge bezahlten als „Normalbürger“.


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