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OB lässt Nürtinger Fasnet wieder aufleben

21.02.2020 05:30, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Narrenzünfte stürmten das Rathaus und brachten den Rathausschlüssel in ihren Besitz

OB Fridrich lässt die Nürtinger Fasnet aufleben: Nach zehn Jahren Pause gab es gestern Abend wieder einen Rathaussturm. Über 300 Hästräger und Schaulustige hatten sich vor dem Rathaus versammelt, um das Fasnetsspektakel zu verfolgen. Lautstark angeführt von den Lenningo-Gugga ging der Zug mit der angeketteten Rathausspitze zum Schlachthof.

Vor dem Nürtinger Rathaus versammelte sich die Narrenschar.
Vor dem Nürtinger Rathaus versammelte sich die Narrenschar.

NÜRTINGEN. Fasnet hat der Nürtinger Oberbürgermeister schon mit der Muttermilch aufgesogen. Gebürtig aus Tübingen-Hirschau, ist ihm die Narretei von Kindesbeinen an vertraut. Dort gehört die Narrenzunft ganz traditionell zum Vereinsleben. Fridrich war zwar kein Hästräger, aber ins Fasnetsgetümmel hat er sich gerne gestürzt. Und so war es für ihn auch selbstverständlich, dass er zusammen mit den hiesigen Narrenzünften dafür sorgte, dass die Nürtinger am „Schmotzigen“ was zum Lachen und Mitfeiern haben. Die Lenningo-Gugga feuerten die Narren an und mit vereinten Kräften gelang es den Wetzstoibeißern, den Käsjägern aus Raidwangen, den Saubachdeifln und den Steinachdämonen, die Rathausspitze zu überwältigen und ihnen den Rathausschlüssel abzunehmen. Da nützte es auch nichts, dass OB Fridrich, Bürgermeisterin Annette Bürkner, Technischer Beigeordneter Andreas Neureuther und Hauptamtsleiterin Carmen Speidel, verkleidet als Panzerknacker, Goldstücke unters Volk warfen. Die Moderatoren Thomas Kussler, Vorsitzender der Narrenzunft Raidwangen, und Ines Müller von den Neckarhäuser Wetzstoibeißern hatten kein Einsehen. In Ketten wurden die Panzerknacker abgeführt. Gemeinsam ging es zum Schlachthof vors Narrengericht, wo sich der OB mit einer humorvollen Büttenrede verteidigte.

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