Schwerpunkte

Nürtingen

Nur die Schafe waren unschuldig

28.08.2006 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Fall von Subventionsbetrug wurde am Nürtinger Amtsgericht verhandelt 25 Zeugen bestellt

NÜRTINGEN. Wo jeder jeden kennt, wird manches für selbstverständlich gehalten, was nicht selbstverständlich ist. Dass man sich nicht jede Freiheit nehmen kann, die einem gerade zupasskommt, musste der Besitzer einer 60 Tiere zählenden Schafherde erfahren. Ihm wurde Subventionsbetrug vorgeworfen. Er hatte Ausgleichszahlungen für das Beweiden von Grundstücken bezogen, die er überhaupt nicht hatte beweiden lassen. Insgesamt handelte es sich bei dem zu Unrecht bezogenen Betrag um 1814 Euro.

Dem Nürtinger Landwirtschaftsamt war aufgefallen, dass mitunter gleich zwei Anträge auf Ausgleichszahlungen für ein und dasselbe Grundstück vorlagen. Das Amt ging der Sache nach und fand heraus, dass manche Eigner von Grundstücken, die für Subventionen in Frage kamen, überhaupt nicht wussten, dass der Besitzer der Schafherde ihre Grundstücke in seine Liste für das Landwirtschaftsamt aufgenommen hatte. Die Eigner hatten ihre Grundstücke selber in Ordnung gehalten und dafür Ausgleichszahlungen beantragt. So war dem Amt die Merkwürdigkeit der doppelten Beantragungen aufgefallen. In einigen anderen Fällen hatten Grundstücksbesitzer durch ein Anschreiben des Landwirtschaftsamtes erfahren, dass da jemand Subventionen bezog, die eigentlich ihnen selber zustanden.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 26% des Artikels.

Es fehlen 74%



Nürtingen