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Nürtingen und die 68er - Zeitzeugen gesucht

23.08.2007 00:00, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Verleger Peter Sindlinger und Bürgertreffleiter Hannes Wezel wollen über die Zeitzeugenbörse einen Blick auf bewegte Zeiten werfen

NÜRTINGEN. Ho, Ho, Ho Chi Minh, skandierten die überwiegend studentischen Demonstranten Ende der 60er-Jahre in den Straßen von Berlin und machten damit ihrem Protest gegen den Kriegseinsatz der USA in Vietnam deutlich. Der gewaltsame Tod Benno Ohnesorgs 1967 bei einer Anti-Schah-Demonstration und spätestens das Attentat auf den Studenten-Führer Rudi Dutschke 1968 ließen die Proteste überschäumen. So heiß ging es in Nürtingen nicht zu, doch die 68er hinterließen auch in der Hölderlinstadt ihre Spuren, auf deren Suche sich nun die Zeitzeugenbörse des Nürtinger Bürgertreffs und der Frickenhäuser Verleger Peter Sindlinger begeben.

Die Anti-Kriegs-Haltung und der Protest gegen repressive Regime und Wirtschaftsstrukturen standen im Vordergrund der Studentenbewegung, doch letztlich waren das etablierte System von Erhards Wirtschaftswunderzeit und überhaupt althergebrachte Autoritäten im Visier. Vornehmlich die Jugend lehnte sich auf, eine Kultur des Hinterfragens hielt Einzug, herrschende Moralvorstellungen wurden in Abrede gestellt, und das drückte sich nicht nur in Parolen, Demonstrationen und Sitzblocken in Hörsälen und auf Straßenbahnschienen aus.


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