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Nürtingen

„Nie das Paradies gehabt“

05.06.2013 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vortrag über die Heimat und ihre Bedeutung im Stadtmuseum

„Heimat ist dort, wo man seinen Ärger hat“, stellte Peter Bichsel fest. Der Schriftsteller wollte damit sagen, dass Heimat dort ist, wo einen die Dinge nicht gleichgültig lassen. Mit der Frage „Wie viel Heimat braucht der Mensch?“ befasste sich am Montag im Stadtmuseum Dr. Gustav Schöck, der frühere Leiter der Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart.

NÜRTINGEN. Wie weit sich der Begriff Heimat dehnen lässt, machte der Stuttgarter am eigenen Beispiel deutlich. Wäre Frickenhausen bei der Verwaltungsreform nach Nürtingen eingemeindet worden, wäre für ihn jetzt auch Nürtingen ein Stück Heimat, denn seine Frau stammt aus Frickenhausen.

Die Moderne hat eine zentrifugale Wirkung. Die Jungen ziehen dorthin, wo sie eine Arbeit finden. So gibt es Familien mit Angehörigen überall in Deutschland und der Welt. Aber wenn sie dann Besuch machen, fahren sie „nach Hause“, in die Heimat. Der Begriff war lange Zeit belastet, um nicht zu sagen tabuisiert. Aber in einer Zeit der Globalisierung mit Flügen rund um die Welt wurde das kleine Fleckchen, das Heimat genannt wird, wieder aktuell und diskutiert. Es kann wieder unbefangen darüber geredet werden.


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