Nürtingen

Mutter zeigte den eigenen Sohn an

19.05.2010, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie der Konsum von Rauschgift ein Menschenleben aus der Bahn warf – Verhandlung vor dem Nürtinger Amtsgericht

NÜRTINGEN. Das Spiel mit dem Rauschgift ist ein Spiel mit dem Feuer. Vor allem noch junge Menschen kann es rasch an den Rand des Abgrunds taumeln lassen. Wie dies geschehen kann, zeigte eine Verhandlung vor der Jugendrichterin am Nürtinger Amtsgericht. Angeklagt war ein 19-Jähriger aus einer Kreisgemeinde wegen Erwerb und Besitz von Rauschmitteln.

Der Angeklagte wuchs in einer Familie mit mehreren Kindern auf, besuchte die Hauptschule und machte dort seinen Abschluss. In einer Lehre im Baugewerbe, die er anschließend antrat, kam er erstmals ins Straucheln. Nach zwei Jahren, zuletzt hatte er 630 Euro im Monat verdient, kündigte ihm sein Lehrherr. Der 19-Jährige bestritt energisch, dass sein Abdriften in die Szene der Grund dafür gewesen sei. Das Konsumieren habe er streng auf das Wochenende beschränkt. Weil er bei seiner Tätigkeit auf dem Bau oft in großer Höhe habe arbeiten müssen, habe er schon aus eigenem Interesse einen klaren Kopf behalten müssen. „Die Lehre war einfach nichts für mich“, gab er als Grund für die Kündigung an.


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