Nürtingen

Monopol

26.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Am 26. Oktober des Jahres 1929 wurde ein Gesetz erlassen, an dem man noch lange Freude haben sollte. Die Gesetzgeber der Weimarer Republik schrieben im so- genannten Zündwarenmonopolgesetz fest, dass die nächsten 53 Jahre Streichhölzer ausschließlich von der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft vertrieben werden durften.

Das Gesetz überdauerte die Weimarer Republik, die faschistische Diktatur und wurde dann der Bundesrepublik vererbt. Unter den Namen „Welthölzer“ oder „Haushaltsware“ wurden die Schächtelchen bis 1983 vertrieben.

Das kam so: die Weimarer Republik war ziemlich klamm und brauchte dringend Geld. Das hatte der schwedische Industrielle Ivar Krueger in Hülle und Fülle, weil er mit seinen Streichhölzern im ganz großen Stil hausieren ging. Außer Deutschland erließen 16 weitere Länder ein Zündholz-Monopol und erhielten dafür günstige Kredite. Deutschland lieh sich 500 Millionen Reichsmark, ein Betrag, der heute unter „Peanuts“ laufen würde.


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