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Nürtingen

Mobil mit Gottes Segen

18.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mobil ohne Auto – in Nürtingen hat das Tradition. Einmal im Jahr ist das Tiefenbachtal für den Autoverkehr gesperrt und das idyllische Tal verwandelt sich zum Paradies für Wanderer und Spaziergänger, für Radler und Skater. Mal ehrlich, liebe Leserinnen und Leser, einmal im Jahr mag das funktionieren. Einmal im Jahr können wir auf das Auto verzichten. Ein Leben ohne Auto aber, das können wir uns doch gar nicht vorstellen. Ich jedenfalls nicht. Beruflich muss ich viel fahren und, zugegeben, auch in der Freizeit fahre ich gerne Auto, um Freunde und Verwandte zu besuchen, oder auf die Alb, um zu wandern. Umso mehr staune ich über die Menschen in früheren Zeiten, sie hatten noch keine Autos, waren zu Fuß unterwegs oder mit Karren und auf Reittieren. Bei den Schulanfangs-Gottesdiensten der vergangenen Tage habe ich den Schülern die Geschichte von Abraham erzählt. Er ist einer der großen Wanderer der Bibel. Viele Tausend Kilometer legte er zurück, etliche Jahre war er unterwegs. Auf Gottes Wort hin hatte er sich aufgemacht und war von seiner Heimatstadt ins Ungewisse aufgebrochen. Gott hatte versprochen, ihn in ein Land zu führen und ihm dieses Land zu schenken. Abraham ist tatsächlich losgezogen. Er hat alles gepackt und hat sich auf den Weg gemacht. Beschwerlich war die Reise und unbequem. Vieles hat Abraham gesehen und erlebt. So wie es die Bibel erzählt, ist Abraham in der ganzen damals bekannten Welt herumgekommen. War im Norden und im Süden, im Westen und im Osten. Interessante Menschen hat Abraham dabei getroffen, mit manchen vertrug er sich, mit manchen stritt er sich. Einfach war die Reise nie, oft sogar gefährlich.

Mobil ohne Auto. Abraham wusste, was das heißt. Vermutlich hätte er über unsere Nürtinger Aktion nur geschmunzelt. Zwei Dinge sind mir an Abraham und seiner Reise aufgefallen. Einmal, zu welchen Leistungen Menschen in der Lage sind, wenn sie eine Mission, eine feste Überzeugung, eine klare Gewissheit von ihrem Tun haben. Abraham hat Gott geglaubt und war überzeugt, dass er das Richtige tut. So konnte er losziehen, so konnte er die ungeheure Reise durchstehen. Dann ist mir aufgefallen, dass es ohne Gott und seinen Segen nicht gegangen wäre. Immer wieder gab es die Durststrecken, die schweren Wege, die finsteren Täler auf dieser Reise. Oft konnte und wollte Abraham nicht mehr weiter. Da ging es ihm nicht anders als uns. Mancher Weg ist uns zu schwer und manche Straße zu eng, manchmal fehlt der Mut und manchmal die Kraft. Gott hat Abraham weitergeholfen, ihm neue Kraft gegeben, ihm neue Richtungen gewiesen. Ohne Gott wäre es nicht gegangen.


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