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Nürtingen

Minerale im Wasser

27.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(tlt) Viele Begriffe und Redewendungen haben sich im Deutschen eingebürgert, die nicht zwingend selbsterklärend sind. Warum heißt das Spiegelei eigentlich Spiegelei? Wird die Teewurst mit Teeblättern gegart? Sollte der Eiffelturm tatsächlich in Paris stehen? Was muss ich tun, um einen Zahn zuzulegen?

Nicht ganz so kompliziert ist die Antwort auf die Frage, warum das Wasser in unseren Flaschen Mineralwasser genannt wird. Wer sich noch an seinen Geografieunterricht erinnert, kann sich die Antwort sogar selbst herleiten.

Zu Beginn ist Mineralwasser auch nur Regenwasser. Das Besondere ist aber, dass es über viele Jahre tief in die Erde sickert. Das hat zwei entscheidende Folgen. Erstens dient der Boden als natürlicher Filter, der das Wasser auf seinem Weg in die Tiefe reinigt. Zweitens, das Wasser entzieht dem umliegenden Gestein Mineralien und speichert diese. Das ist für Menschen besonders praktisch, da unser Körper Mineralien selbst nicht produziert und das Lutschen an Felsbrocken in der Regel nur mäßig Spaß macht. Die im Wasser enthaltenen Mineralien entscheiden zusätzlich auch über den Geschmack des Mineralwassers.

Irgendwann erreicht das ursprüngliche Regenwasser dann eine Gesteinsschicht, die zu dicht ist, um weiter zu versickern. Dort bildet sich dann eine Quelle, von der aus das Wasser abgezapft und in Flaschen umgefüllt wird.

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