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Nürtingen

Medizin im Grenzbereich

16.11.2015 00:00, Von Andreas Voigt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zwei Ärzte erzählten bei einer Veranstaltung der Friedenstage von ihrer Arbeit in den Slums von Nairobi und Kalkutta

NÜRTINGEN. Die zwei IPPNW-Ärzte, Doktor Volker Neuhoff aus Oberboihingen und Doktor Irmela Eisele aus Tübingen, schilderten am vergangenen Freitag ihre Arbeit als Ärzte in den Slums von Nairobi und Kalkutta, den Kampf gegen Malaria und HIV. Die Botschaft: Menschlichkeit trotz sozialer, kultureller und religiöser Unterschiede zu bewahren.

In einem Krankenhaus in Bolekin in der Elfenbeinküste liegt eine hochschwangere, von starken Schmerzen geplagte 15-jährige Frau, die ohne eine schnelle Notoperation nicht nur ihr Ungeborenes, sondern auch ihr eigenes Leben verlieren wird. Doch die behandelnden Ärzte weigern sich im Moment zwischen Leben und Tod ihrer Patientin zu helfen, ignorieren ihre berufliche und ethische Pflicht des Geldes wegen: Der lebensrettende Eingriff koste umgerechnet 70 Euro, den die Patientin im Voraus bezahlen und sich somit ihr Überleben erkaufen soll. Natürlich hat die junge Frau, die in einem Land lebt, das vom Bürgerkrieg zerstört, von Korruption und religiösen Auseinandersetzungen zerfressen ist, weder eine gesetzliche Krankenversicherung noch eine Chance das Geld aufzutreiben – ihr Todesurteil scheint besiegelt.


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