spitze

Marathon-Massaker

26.03.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pw) In diesem Jahr wird es keine Olympischen Spiele geben – und auch sonst liegt der große Sport darnieder. Grund genug, ab und an wenigstens zurückzuschauen auf die großen und kleinen Geschichten des Sports. Vor 116 Jahren zum Beispiel fanden 1904 die dritten modernen Olympischen Sommerspiele in St. Louis in den USA statt. Am 30. August des Jahres sollte der Marathon der Männer starten, 32 Athleten aus nur vier Ländern traten an. Unter ihnen auch die beiden Afrikaner Len Tau und Jan Mashiani, die für Großbritannien liefen. Sie waren die ersten beiden nicht weißen Afrikaner, die an den Spielen teilnahmen. Doch hier beginnen die Kuriositäten des Marathons. Len Tau war vor dem Rennen einer der Favoriten, schnitt aber schlecht ab. Der Grund dafür: er war von aggressiven Hunden während des Marathons mehr als einen Kilometer abseits der Strecke gejagt worden.

Doch die wilden Hunde waren das kleinste Problem der Athleten. Es herrschten Temperaturen von mehr als 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit befand sich im 90er-Bereich. Dabei gab es nur eine Station auf der ganzen Strecke, an der man etwas trinken konnte. Dazu kam noch, dass die Strecke fast nur über unbefestigte Schotterstraßen verlief. Die Begleitfahrzeuge, die vorausfuhren, schleuderten Staub und Dreck auf. Die Athleten mussten die ganze Zeit durch eine entsprechend dichte Wolke laufen. Die Mehrzahl der Läufer kam gar nicht erst an.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

5,00 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 61% des Artikels.

Es fehlen 39%



Nürtingen