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Malteser halfen in Magdeburg

15.06.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wohlbehalten sind auch die letzten Einsatzkräfte am späten Donnerstagabend aus Magdeburg zurückgekehrt – das konnte der Nürtinger Marc Lippe, Einsatzleiter der Malteser-Einheit Esslingen/Reutlingen, der Gesamteinsatzleitung in Köln melden. 28 Malteser, davon 15 aus Nürtingen, betreuten in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts eine Notunterkunft mit ungefähr 600 Personen. Die Alarmierung kam am Freitagabend vergangener Woche. Innerhalb von 24 Stunden haben Lippe und sein Einsatzstab die Einheit aufgestellt und das Material verladen. „Absprachen mit dem Regierungspräsidium müssen getätigt werden, die ehrenamtlichen Einsatzkräfte müssen ihren Arbeitgeber informieren. Das ist am Wochenende nicht ganz so einfach“, sagte Lippe. Die Bilder vor Ort seien erschreckend gewesen. Die Hauptaufgabe für die Malteser sei die psychosoziale Betreuung und Unterstützung der Betroffenen gewesen. „Wir haben sehr viel mit den Leuten geredet und ihnen Mut zugesprochen. Viele suchten einfach jemanden, mit dem sie über ihre Lage sprechen konnten“, erzählt eine Helferin. Lippes Fazit: Ein harter und nicht alltäglicher Einsatz. Für die Nürtinger Malteser ist eines klar: „Wenn wieder eine solche Alarmierung kommt – auf uns kann die Bevölkerung zählen“. Das Bild zeigt die Nürtinger und Reutlinger Malteser bei der Ausstattung der Notunterkunft. pm

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