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Nürtingen

Licht der Doppelsterne

25.05.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Er hatte recht und doch unrecht. Am 25. Mai des Jahres 1842 trug der österreichische Physiker Christian Doppler der Königlich Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften in Prag seine neueste Abhandlung vor. Sie hatte den Titel: „Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger anderer Gestirne des Himmels.“ Hinter dem poetischen Namen verbarg sich eine These, deren praktische Auswirkung jeder kennt: kommt die Sirene näher, ist sie höher, entfernt sie sich, ist sie tiefer. Nach Doppler nennt man das Ganze den Doppler-Effekt. Doppler wollte damit erklären, warum die Sterne verschiedene Farben haben. Er nahm an, dass sich deren Lichtspektrum verändert, je nachdem, ob sie sich entfernen oder näher kommen. Doch da irrte Doppler, die Farbe der Sterne ist hauptsächlich ihrer Oberflächentemperatur geschuldet. Seine Rechnung aber war völlig richtig.

Der findige Physikus war am 29. November 1803 in Salzburg als Sohn eines Steinmetzen geboren worden. Als schwächliches Kind konnte er nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und musste stattdessen eben studieren. Ab 1841 war er Professor für Mathematik und Physik an der Karls-Universität zu Prag. Nach der Märzrevolution verschlug es ihn nach Wien, wo er der erste Professor für Experimentalphysik wurde. Er starb im Jahr 1853 in Venedig an einer Staublunge.


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