Nürtingen

Landesbischof July und 380 Mesner tagten am Montag in Nürtingen

21.05.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hoher kirchlicher Besuch war am Montag in Nürtingen zu Gast: Landesbischof Frank Otfried July war Überraschungsgast beim 70. Landesmesnertag. Jedes Jahr wählt der Evangelische Mesnerbund Württemberg eine andere Stadt für sein Treffen aus. „Gerne möchten wir alle Regionen der Landeskirche abbilden. Nürtingen liegt sehr zentral und hat eine schöne Kirche. Das waren für uns Gründe, hierher zu kommen“, sagt Landesmesnerpfarrerin Tabea Granzow-Emden. Rund 380 Mitglieder des Mesnerbundes versammelten sich am Morgen in der Stadtkirche zum gemeinsamen Gottesdienst und pilgerten danach in die Stadthalle K3N. July erzählte von den Anfängen des Mesnerbundes: „Im September 1949 trafen sich die damals 49 Teilnehmer zum ersten Mal auf dem Hohenzollern.“ Während die meisten Mesner damals noch männlich waren, sind heute 83 Prozent der 1400 Mitglieder des Bundes weiblich. Mesner kümmern sich um die Pflege und Erhaltung der kirchlichen Gebäude, bereiten Gottesdienste vor, läuten die Glocken und pflegen Altar- und Kanzelbehänge. Aber auch hier wird der Alltag immer medialer. Der Landesbischof zeichnete außerdem den scheidenden Vorsitzenden des Mesnerbundes, Reinhold Bauer, mit der silbernen Brenzmedaille aus. Die höchste Auszeichnung der Evangelischen Landeskirche wurde 1992 das erste Mal an den Erzbischof von Canterbury verliehen. July würdigte Bauer als eine Persönlichkeit mit „großen Gaben, vielfältigen Erfahrungen im kommunalen Bereich, hoher Musikalität und einem guten Gespür für Theologie und Liturgie und nicht zuletzt mit einer wohltuenden Bescheidenheit und Bodenständigkeit“. Unser rechtes Bild zeigt, wie Landesbischof July (links) Urkunde und Medaille an Reinhold Bauer übergibt. skr/Fotos: skr/Einsele

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