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Kritik an der Bildungspolitik

25.01.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kunzmann: Land will Ergänzungsunterricht reduzieren

NÜRTINGEN (pm). Mit einer kleinen Anfrage ist der CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann der Frage nachgegangen, wie die Landesregierung zum sogenannten Ergänzungsbereich in Grundschulen steht. Bei Informationsgesprächen an den Schulen des Wahlkreises habe der Abgeordnete den Eindruck bekommen, dass die Landesregierung sich sukzessive aus diesem Bereich zurückziehe.

Die Antwort auf seine Parlamentsanfrage hätten den Eindruck bestätigt, klagt Kunzmann. Im Ergänzungsbereich hätten die Grund-, Werkreal- und Hauptschulen in der Vergangenheit vor allem Unterstützung bei Lese- und Rechtschreibschwächen angeboten. Auch Arbeitsgemeinschaften wie Chor oder Orchester seien damit abgedeckt worden oder sie hätten der Entwicklung des Schulprofils gedient. Damit zeige sich auch hier, dass mit der Einführung der Gemeinschaftsschule zahlreiche zusätzliche Lehrerdeputate gebunden seien, die dann an anderer Stelle gekürzt würden.

Bereits mit Übernahme der Regierungsverantwortung durch SPD und Grüne habe sich ein massiver Abwärtstrend offenbart. Nur noch 1233 Lehrerwochenstunden seien für den Ergänzungsbereich zur Verfügung gestellt worden. In den Jahren zuvor seien es jeweils mehr als 2000 Lehrerwochenstunden gewesen, in der Spitze sogar über 3300 Stunden. „Den großen Versprechungen folgt nun offenbar die große Enttäuschung“, so Kunzmann.


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