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Kommentar

20.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

An der Sollbruchstelle

Das Leben treibt schon seltsame Blüten. Dass man sich als Protestant ausgerechnet für den Papst ins Zeug legen sollte, gehört zu den Dingen, die man nicht unbedingt erwartet. Nun aber ist es gewisslich an der Zeit. Im Streit um die Äußerungen Benedikts XVI. geht es nämlich nicht so sehr um den Streit der Religionen. Nein, hier dreht es sich um den Kern der Demokratie: die Meinungsfreiheit. Wenn die in Gefahr ist, dann darf kein Journalist, dann darf keine Zeitung schweigen.

Was der Papst gesagt hat, das hat nichts, aber auch gar nichts mit Diskriminierung zu tun. Das zeigt der Originaltext, den wir auf dieser Seite abgedruckt haben und mit dem sich die allerwenigsten, die ihn jetzt an den Pranger stellen, je überhaupt befasst haben. Im Gegenteil: Benedikt wendet sich explizit gegen jede Bekehrung durch Gewalt, die er eben nicht nur den Moslems zuschrieb. Aber für die, die jetzt Öl ins Feuer gießen, war es halt so herrlich einfach, den altbösen Feind Ratzinger, ders mit Ernst es jetzt meint, wieder mal als Wurzel allen Übels dieser Erde darzustellen.


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