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Kommentar

22.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Flexibel statt träge

Dass es in Deutschland immer viel zu lange dauert, bis aus der (richtigen) Analyse einer Situation auch die (richtigen) Konsequenzen gezogen werden: Dieses Klagelied steht schon lange an der Spitze der Hitparade der politischen Lieder in dieser unserer Republik. Und insofern sind die Beschlüsse, die gestern der Kultur- und Schulausschuss fasste, ebenso bemerkens- wie lobenswert. Die Schulverwaltung des Kreises analysierte nicht nur die Misere, dass immer mehr junge Leute nach ihrer Schulzeit im beruflichen Nichts landen, sondern suchte auch nach Chancen. Und sie fand sie: in der Gastronomie, die nicht nur bei der neuen Messe auf den Fildern Bedarf an Nachwuchskräften hat.

Die Entscheidung für die neue Berufsfachschule für Ernährung und Gastronomie, die ab dem nächsten Schuljahr an der Esslinger Kollwitz-Schule starten soll, bedeutet daher weit mehr als nur das Votum für einen neuen Farbklecks in der bunten Schullandschaft zwischen Alb und Fildern. Sie zeigt, dass Kommunalpolitik durchaus auch handlungsfähig zu sein vermag. Man war flexibel statt träge. Bleibt zu hoffen, dass die jungen Leute es Verwaltung und Politikern nachtun und die Chancen erkennen, die sich ihnen in der Gastronomie auftun. Die bietet ihnen sicher nicht die bequemsten Arbeitszeiten. Aber auf der anderen Seite kann sie auch das für einen Menschen im Grunde unverzichtbare Gefühl schenken, gebraucht zu werden.


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