Nürtingen

Keine Zehntäcker

07.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) Wem das „Ländle“ oder der „Südweststaat“ nicht reichen, wenn es gilt Synonyma für Baden-Württemberg zu finden, der könnte theoretisch ein viel älteres Wort für ein Gutteil des 1952 gegründeten drittgrößten Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland entleihen. Denn unter den Römern hieß das Gebiet links von Donau und Limes „agri decumates“, was nach Ansicht mancher Etymologen unmöglich als „Zehntland“ übersetzt werden kann. Macht aber nix: „Dekumatland“ klingt viel schöner und Abgaben dürften die Bewohner auch bezahlt haben müssen, obwohl das Wohnen und Wirtschaften in diesem ständig durch Germaneneinfälle bedrohten Landstrich nicht ganz ungefährlich war. Nicht von ungefähr spricht Tacitus in seinem Buch „Germania“ von den „abenteuerlustigsten Galliern, die die Not kühn gemacht hat“ und die „den Boden, dessen Besitz umstritten war, besetzt haben“. Sehr dicht besiedelt kann es allerdings nicht gewesen sein, denn erstens waren mutige Menschen zu allen Zeiten eher selten und zweitens sind nur wenige Siedlungen aktenkundig, wie etwa „Arae Flaviae“, das heutige Rottweil.


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