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Kaisertum

18.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kaisertum

Das Kaisertum ist ziemlich aus der Mode gekommen. Was die Leute fast 2000 Jahre lang für unentbehrlich hielten, braucht heutzutage kein Mensch mehr. Doch was ist überhaupt so ein Kaiser und wodurch unterscheidet er sich eigentlich von einem König? Das Wort Kaiser kommt vom römischen Namen Cäsar, den alle in der Nachfolge des Gaius Julius Cäsar annahmen, um zu zeigen, dass sie sein wollten wie der Erfolgsautor und -feldherr. Dabei war das ursprünglich eine Verlegenheitslösung: man wollte eine Monarchie ohne König, da im alten Rom die Erinnerung an die Könige, die man einst mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt hatte, noch frisch genug war. Das römische Imperium setzte Standards für die weitere europäische Geschichte. Deshalb strebte der ranghöchste abendländische Herrscher stets nach dem schönen Titel. Kaiser konnte sich nur einer nennen, der eine übernationale Herrschaft ausübte und der im Falle der späten römischen Kaiser und der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches auch das weltliche Oberhaupt der Christen war. Damit war er selbstverständlich viel wichtiger als ein haushaltsüblicher König unter anderem ein Grund, warum der Franzose Napoleon Kaiser werden wollte und nicht König. Der Titel war Programm und unterstrich die Machtansprüche des Korsen. Und heute? Heute hat nur noch Japan einen Kaiser, aber der kaum noch was zu sagen. So ändern sich die Zeiten. bg


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