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Nürtingen

Kämpfende Kühe

13.08.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kämpfende Kühe

Keine eigene Rasse stellen die Schweizer Kampfkühe dar, und sie dienen auch keinem säbelschwingenden Macho als Therapiemittel gegen Darmverschlingungen. Dennoch gewinnen gehörnte Zickenkriege unter Kühen im schweizerischen Wallis immer mehr Zulauf. Dabei geht es keineswegs etwa darum, sich für Bullen interessant zu machen. Denn was bisher traditionell für einen eindeutigen Führungsanspruch beim Alpauf- und -abtrieb sorgte (eine enorme Arbeitserleichterung für die Hirten, sagen die Bauern), hat sich zwischenzeitlich als Combat des Reines (Kampf der Königinnen) zu einem wahren Publikumsmagneten unter den Tourismus-Attraktionen des französischsprachigen Kantons der Nachbarrepublik entwickelt. Dabei scharren die Kontrahentinnen inmitten der Arena mit den Hufen, wie ihre männlichen Kollegen und es fliegen nicht weniger die Fetzen, wenn die rund 700 Kilogramm schweren Damen unter lautem Glockengeläut, die Hörner vorgereckt, aufeinander losstürzen. Ein nicht eingeweihter Feriengast würde die sonst so umgänglichen Trixis und Betties nicht wiedererkennen, denn es geht durchaus hart zur Sache, wenn Weiber zu Hyänen werden, wie der Dichtermund einst deklamierte. Am Tag danach ist alles, wie immer: Die Siegerkuh zupft auf der Wiese Grashalm für Grashalm. Der Bauer geht seiner gewohnten Arbeit nach und über allem leuchtet das Matterhorn, als ob nichts gewesen wäre. heb


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