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Reportage

Jeder Fall ist einer zu viel

28.05.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Entgegen dem bundesweiten Trend sind im Landkreis die Zahlen von Fällen häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie nicht gestiegen. Von Gaby Weiß

Foto: Adobe Stock
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Rund ein Drittel aller Frauen wurden schon einmal Opfer von Beziehungsgewalt. Aber auch Männer sind in Partnerschaften Gewalt ausgesetzt. Bundesweit ist die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie gestiegen. Im Landkreis Esslingen ist dieser Trend nicht zu beobachten, wie Andrea Kopp, Pressesprecherin des zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen, berichtet: „Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet keinen eventuell pandemiebedingten Anstieg der unter ‚Häuslicher Gewalt‘ erfassten Delikte ab. Im Jahr 2020 gingen die erfassten Straftaten im Vergleich zum noch pandemiefreien Vorjahr um 108 auf 480 und damit auf den niedrigsten Stand im Fünf-Jahres-Vergleich zurück. Auf demselben Niveau bewegten sie sich auch im Jahr 2021.“ Wie bei allen Straftaten gibt es jedoch auch bei Partnergewalt eine Dunkelziffer, und jeder Fall von häuslicher Gewalt ist ein Fall zu viel. Wir haben eine Mitarbeiterin des Kirchheimer Vereins „Frauen helfen Frauen“ und einen Mitarbeiter der Fachberatungsstelle Gewaltprävention im Landkreis Esslingen zu ihrer Arbeit befragt.

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