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Nürtingen

Interessantes über Streuobstbau

19.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Obst- und Gartenbauverein hatte Hauptversammlung

NT-ZIZISHAUSEN (us). Bei der Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins referierte kürzlich der Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau beim Landratsamt Esslingen, Albrecht Schützinger, über die Entwicklung und heutige Bedeutung der Streuobstanlagen, die Teil des hiesigen Landschaftsbildes sind.

Die Kultur von Obstbäumen ist seit alters in Mitteleuropa heimisch, berichtete Schützinger. Ihre Anpflanzung und Pflege trugen dazu bei, die menschliche Ernährung zu unterstützen. Dabei achtete man auf starkwüchsige Bäume, um auch noch die Bodennutzung durch Unterkulturen zu ermöglichen. Durch Wanderung der Indogermanen kamen auch großfruchtige und süßlich schmeckende Früchte über Griechenland nach Mitteleuropa, sodass im Römischen Reich die Apfelkultur aufblühen konnte.

Der Dreißigjährige Krieg stoppte die verheißungsvolle Entwicklung wieder. Doch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgte der Neubeginn des Obstbaues, vor allem auf ackerbaulich schwierigen Flächen. Zahlreiche Verordnungen der Landesherren trugen zu großen Obstbaumpflanzungen im Gebiet der Voralb bei, die der Ergänzung der Ernährung und zur Verarbeitung des Obsts zu Most und Obstbranntwein dienten. So mussten beispielsweise nach 1648 heiratswillige Bauern und Bewerber um das Bürgerrecht jeweils mehrere Obstbäume pflanzen.


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