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In Bebenhausen

22.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NT-NECKARHAUSEN (pm). Kürzlich trafen sich rund 30 Mitglieder des Sängerbunds zum Jahresausflug, der nach Bebenhausen führte. Uli Banik hatte die Fahrt organisiert. Eine Schlossführerin zeigte den Teilnehmern Kloster und Schloss, das heute gleichzeitig Museum und Sitz des Oberforstamts Tübingen ist. Sie erzählte ausführlich über die Geschichte des Klosters, das im 12. Jahrhundert als Familiengrablege von Pfalzgraf Rudolf I. von Tübingen gegründet worden war. Es war die Wirkungsstätte verschiedener Mönchsorden, die der Prämonstratenser und der Zisterzienser, wurde aber nach der Reformation als evangelische Klosterschule genutzt. Nach seiner Abdankung als König diente es Wilhelm II. und seiner Frau als Wohnsitz und war bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg Tagungsort des Landtags von Württemberg-Hohenzollern. Die Besucher bewunderten die Gebäude und die Räume, die in ganz verschiedenen Stilen eingerichtet und teilweise sehr altehrwürdig, dann aber wieder erstaunlich modern sind: So der Einbau eines Bades vor über 100 Jahren.

Nachmittags nutzten einige Sänger in Tübingen die Gelegenheit, sich im „Franzosenviertel“ die Beine zu vertreten. Alle waren erstaunt, wie man langweilige und eintönige Kasernenbauten architektonisch verändern kann – dieses Viertel ist heute ein abwechslungsreich modernisiertes, attraktives Wohngebiet.

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