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Nürtingen

Import-Federvieh

27.06.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Import-Federvieh

Lange bevor Nürti und seine Bande ihr Lager in der Nähe des Neckars aufgeschlagen hatten, hatten in der Umgebung andere merkwürdige Völker eine Heimat gefunden. Da waren zum Beispiel im Südwesten die Roigl, die immer auf der Suche nach Nahrungsquellen waren, die nicht allzu viel mit Arbeit zu tun haben. Seit langem beneideten sie ihre Nachbarn, die, seit sich in ihrem Kral der erste Türke angesiedelt hatte, ganz dick im Import und Export tätig waren. Jede Woche kam eine Lieferung größerer Raubvögel mit krummem Schnabel und schönen braunweißen Schwanzfedern. Die rissen ihnen die Nachbarn aus und verkauften sie über den großen Teich, wo so ein rothäutiges ehrpusseliges Völkchen sie zu Make-up-Zwecken und der Darstellung ihres Ruhms zu brauchen glaubte. Den Rest des Geflügels verspeisten die Nachbarn der Roigl mit verzückten Gesichtern roh, um Brennholz zu sparen. Doch dieser abgehobene Gesichtsausdruck, wie man ihn heute noch bei manch singendem Nachfahren beobachten kann, war pure Täuschung, in Wahrheit schmeckte das Viehzeug grauenhaft und war zäh wie Leder. Eigenschaften, die, wie so oft bei unzivilisiert dämonengläubigen Völkern, auf die Esser übergingen, wie Nürti nach einem seiner Jagdzüge feststellen musste. Seither haben sich die Essgewohnheiten der Großbettlinger zwar geändert, der Name Stoiadler blieb ihnen aber. Und was ist mit den Roigl? Kommt noch, ehrlich. heb


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