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Nürtingen

Imker und Gentechnik

29.09.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Auf Einladung von Attac fand vor Kurzem ein Vortrag des Imkers Norbert Poeplau von der Vereinigung Mellifera statt. Dieser Verein engagiert sich in der Entwicklung und Erprobung nachhaltiger ökologischer Konzepte für die Imkerei. Jochen Findeisen, Pressesprecher von Attac Nürtingen, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass der Referent auch deshalb eingeladen worden sei, weil die Imker ganz vorne stünden im Kampf gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen.

Der Referent führte aus, dass die Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen nur ein weiterer Punkt sei, der den Imkern in Deutschland Sorge bereite. Er berichtete, dass die Imkerei hierzulande stark zurückginge, Nachwuchs fände sich kaum noch. Vor ernste Probleme werde die Imkerei durch eingeschleppte Varroamilben und den aus Südafrika kommenden Bienenstockkäfer gestellt. Problematisch sei auch der Rückgang pflanzlicher Artenvielfalt als Nahrungsgrundlage für die Bienen.

Man mache es sich zu einfach, so der Referent, das in vielen Gegenden zu beklagende Verschwinden der Bienenvölker direkt mit der Ausbringung von gentechnisch veränderten Pollen in Zusammenhang zu bringen. Andererseits könne man nicht darüber hinwegsehen, dass in den genmanipulierten Mais der Bazillus Thuringiensis eingebaut werde, dessen Zweck es sei, das Insekt Maiszünsler zu töten. Langzeitüberprüfungen bezüglich der Giftigkeit für Bienen fehlten.


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