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Nürtingen

Im Pulverdampf

02.01.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Böller sind verklungen, der Pulvergeruch hing noch den ganzen Neujahrstag über der Stadt und so langsam kann man die üblicherweise in der Silvesternacht gefassten guten Vorsätze wieder vergessen. Was wird das Jahr 2009 bringen? Frieden sicher nicht, also fragen wir lieber: Was gibt’s zu feiern? Da böten sich so einige Jubiläen an. Zum Beispiel der Kanzlerschaftsantritt des Herrn Theodor von Bethmann-Hollweg vor hundert Jahren, der sich an deren Ende den Henkern Deutschlands Ludendorff und Hindenburg beugen musste. 25 Jahre später war es so weit: Die auf demokratischem Wege (das sollte man nie verschweigen) an die Macht gekommenen Nazis hatten Deutschland in eine einzige riesige Zwangsjacke gesteckt. Erfreulich und gedenkenswert 1934: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft belegt bei ihrer ersten WM-Teilnahme auf Anhieb Platz 3 und auf der Leinwand taucht eine Ente namens Donald Duck auf. Vor fünfzig Jahren erblickten Barbie und Asterix das Licht der Welt. Die Zeitschrift „Twen“ erscheint erstmalig und das Malefizspiel wird erfunden. Wichtiger noch: Mit der Sonde Lunik 1 übernehmen die Russen im Wettlauf um die Eroberung des Weltraums die Führung. Zum ersten Mal gelingt es mit dem Ding, das Magnetfeld der Erde zu durchbrechen. 1984 tritt Richard von Weizsäcker seine Bundespräsidentschaft an, während in den USA ein Typ namens Ronald Reagan zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt wird. Die Nürtinger Szene reagiert pikiert: „Widi, wodi, wödi – Ronny ist ein Blödi“ wird jahrelang unwidersprochen auf einer grauen Mauer in Bahnhofsnähe zu lesen sein. Doch Nürtingen stehen auch einige Jahrestage ins Haus, davon allein drei Machtübernahmen: Karl Gonser trat 1959 sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Nürtingen an, Alfred Bachofer kam 20 Jahre später und seit fünf Jahren ist nunmehr Otmar Heirich im Amt. Ihm steht dieses Jahr eine Gemeinderatswahl ins Haus. Pikant, pikant, wagt man zu sagen und bedauert, jetzt kein Wettbüro eröffnen zu dürfen. Außerdem wird die Hochschule 60 und der FV 09 gar 100 Jahre alt. Oder auch nicht, wer weiß das schon. heb


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