Nürtingen

Im Nachhinein

13.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Satz „Die Sprache in der Bundesrepublik ist Deutsch“ soll ins Grundgesetz. Die Frage ist nur, was die Konsequenz aus einem solchen Gesetz wäre. Kann man nun Leute verklagen, die einen mit unzulänglichem Deutsch belästigen? Das würde Heerscharen von Juristen langfristig den Broterwerb sichern, schließlich ist nicht jeder ein Goethe oder Grass, ein Hölderlin oder Härtling. Dabei ist weniger an jene von anderswoher gedacht, die sich redlich mühen, das schwierige Idiom zu bezwingen, als vielmehr jene Muttersprachler, die der Mutter Sprache täglich aus Gedankenlosigkeit Gewalt antun. Wie oft ist zu lesen vom hundertjährigen Jubiläum? Im Wortsinne ist das ein Jubiläum, das hundert Jahre lang dauert. Auch das „letzte Jahr“, dem eigentlich kein weiteres mehr folgen dürfte, ist eine häufig gebrauchte Formulierung, um nur einige kleine Beispiele zu nennen. Deshalb regen wir an, dass im Grundgesetz nicht die deutsche Sprache festgeschrieben wird, sondern: „Wer Wert auf Deutsch legt, soll es auch lernen“.

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