Nürtingen

Im Nachhinein

09.02.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Nachhinein

Parkhäuser und Tiefgaragen schmucklose Zweckbauten, entworfen und gebaut, um auf kleinstem Raum möglichst viele Autos unterzubringen. Das ist die eine, die, sagen wir mal, gute Seite dieser finsteren Unterwelten. Es gibt auch andere. Denn, ach!, wie viele Tränen haben die staubgrauen Betonkatakomben schon gesehen, wie viele Flüche deftige Verwünschungen gar schon hören müssen. Jeder kleine Fahrfehler hat seinen farbenprächtigen Niederschlag gefunden an scharfkantigen Stützpfeilern, an den Wänden viel zu schmal dimensionierter Parkbuchten. Auch die Poller an Ein- und Ausfahrten schillern in allen möglichen Autolack-Schattierungen, überlagert nur vom satten Schwarz abgeriebener Stoßfänger. Hinterlassenschaften glückloser Fahrer, die sicher auch die das Malheur begleitenden Geräusche nicht so schnell vergessen werden: dumpfes Schaben, schrilles Kreischen, wenn der Kotflügel oder (besonders kostspielig) die Autotür mit dem leider völlig unflexiblen Baumaterial unnötigerweise nähere Bekanntschaft gemacht hat. Sehr unangenehme Geräusche, die dem Menschen am Lenkrad signalisieren: Jetzt wirds teuer! Und da sind wir dann auch schon bei einem volkswirtschaftlich eminent wichtigen Aspekt zeitgenössischen Parkhausbaus: Dem Kfz-Gewerbe, besonders den Karosseriebauern, bescheren die Parkhausrempler ein willkommenes Zubrot. Das ist doch auch was.

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