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Nürtingen

Im Nachhinein

06.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Nachhinein

Drei Schritte vor und zwei zurück: So verlief dereinst die Springprozession zum Grab des heiligen Willibrordus (des Schutzpatrons der Kinder und sanften Wegweisers der Irrenden) in Echternach in Luxemburg. 1947 wurde dies freilich abgeschafft, hatte diese Choreografie am Dienstag nach Pfingsten doch regelmäßig für Chaos gesorgt. Auf den Fildern freilich scheint man sie wieder eingeführt zu haben. Anlass: das Tempolimit auf der B 27. Voll Freude und mit stolz geschwellter Brust hatte die Pressestelle der Stadt am Dienstag verkündet: Aus Sicherheitsgründen dürfe ab sofort zwischen Aichtal und Echterdingen in beiden Richtungen nicht mehr schneller als 100 gefahren werden. Schon am Morgen darauf rief Pressesprecherin Silke Köhler die Meldung zurück: Das Innenministerium habe die Sache gestoppt, weil die Landesstelle für Straßentechnik nicht gehört worden sei. Nur viereinhalb Stunden später war freilich auch diese Meldung Makulatur: „Die Presseerklärung von gestern ist wieder gültig.“ Mögen sich auch die Zeitungsmacher ob des Tohuwabohus ärgern – der heilige Willibrordus hätte sicher seine helle Freude daran gehabt. Ehrt man ihn daheim in Echternach seit 61 Jahren nicht mehr so recht, so tun das nun die Filderstädter.

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