Schwerpunkte

Nürtingen

Im Nachhinein

24.11.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Nachhinein

Für Heiterkeit sorgt derzeit beim Automobilbauer Daimler eine Liste, in der all die englischsprachigen Management-Begriffe ins Schwäbische übersetzt sind, verbunden mit der Aufforderung, künftig doch zu dieser Ausdrucksweise zurückzukehren. Das kann man nur loben. Werden dabei doch so manche Dinge wieder ins rechte Licht gerückt, die durch die verenglischte Bezeichnung eine höhere Bedeutung suggerieren (sollen) als sie in Wahrheit haben. Da wird zum Beispiel der After-Sales-Manager wieder zum Kundendienstleiter oder, wie es der Autor der Liste so nett formuliert hat, zum Scheffle.

Der Schreiber dieser Zeilen könnte die Liste aus eigener Erfahrung noch ergänzen. So ist zum Beispiel die immer häufiger vorkommende Berufsbezeichnung Key-Account-Manager schlicht oiner, der sich um de guade Kunda kümmert. Manchmal führt der Anglizismus auch nachgerade in die Irre: Bei einer Nürtinger Großfirma gibt es seit Kurzem einen Disability Manager. Der Stelleninhaber sieht sich wohl ganz bestimmt nicht als Unfähigkeits-Chef, wie man aus der wörtlichen Übersetzung schließen könnte. Er ist in Wirklichkeit Beauftragter für Wiedereingliederung. Aber Manager klingt halt einfach toll.

*


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 34% des Artikels.

Es fehlen 66%



Nürtingen