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Nürtingen

Im Nachhinein

14.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Bärlauch-Saison hat begonnen. Selbst Leute, die das ganze Jahr keinen Wald von innen sehen, machen sich nun mit Körben auf, um das Trendkraut einzusammeln. So bio und ungespritzt wie frisch aus dem Wald bekommt man den Bärlauch sicher auf keinem Markt. Doch was im Herbst die ungleichen Zwillinge Champignon und Knollenblätterpilz sind, sind im Frühjahr Bärlauch und Maiglöckchen. Während der Bärlauch eine anregende, entgiftende und blutreinigende Wirkung hat, bewirkt das Maiglöckchen beinahe das Gegenteil: Übelkeit und Erbrechen, bis hin zu Herzrhythmus-Störungen. Im Wald sind die Kräuter eben nicht so gut beschriftet wie an der Gemüsetheke. Dabei ist die Unterscheidung ganz einfach: Bärlauch riecht nach Knoblauch, Maiglöckchen nicht. Selbst Kräuter zu sammeln führt zurück in Zeiten, in denen Nahrungserwerb noch ein Abenteuer war.

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Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer liegt auch über der Nahrungszubereitung, die unter dem Oberbegriff Grillen zusammengefasst wird. Dabei stellt sich die Frage, was denn nun richtiges Grillen ist. Wo bei den einen schon am Kontaktgrill auf dem Balkon der Etagenwohnung Grillstimmung aufkommt, ist für die anderen Grillen ohne offenes Holzfeuer kein Grillen. Nur hat die Wissenschaft festgestellt, dass Holzfeuer giftiges Zeug enthält und deshalb vermutlich die ungesündeste Methode ist. Manchmal ist die Wissenschaft einfach eine Spaßbremse.

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