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Nürtingen

Im Nachhinein

10.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jetzt wissen es die Nürtinger aus berufenem Munde: Ihr Marktbrunnen ist etwas ganz Besonderes. Ein prachtvolles Kunstwerk, das sich die Vorfahren in der Barockzeit geleistet haben. So wie der Brunnen damals ganzer Bürgerstolz war, wollen ihn die Denkmalpfleger jetzt wieder herrichten. Und zwar im exakt gleichen Grün. Der einzige Unterschied: Damals war es eine Naturfarbe, heute ist es eine synthetische Farbe.

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Dass der Marktbrunnen früher tatsächlich grün war, daran können sich noch etliche Nürtinger erinnern. Auf dem Weg zum Gottesdienst in der Stadtkirche sind wir sonntags immer am Brunnen vorbeigelaufen das war schon ein Ritual, berichtete jüngst Margret Kicherer. Die gebürtige Nürtingerin war damals gerade so groß, dass ihre Nase nur knapp über den Brunnenrand reichte. Wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellte, dann sah sie sogar die Fische, die im Brunnen schwammen. In welchem Jahr aus dem Brunnen dann eine graue Maus wurde, das kann Margret Kicherer nicht mehr sagen. Sie weiß allerdings noch, dass ihr das gar nicht gefallen hat und sie furchtbar enttäuscht war. Heute lebt sie in Erkenbrechtsweiler und verfolgt von der Alb aus, was sich in ihrer Heimatstadt tut. Jetzt freut sie sich, dass ihr Marktbrunnen wieder seine alte Farbe zurückbekommt. Sie hätte dem Grün allerdings noch ein wenig Umbra untergemischt, dann wäre es noch schöner.


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