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„Ich habe den Kindern zugerufen: Raus, raus!“

29.03.2018 00:00, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Doppelmord-Prozess sagte gestern die älteste Tochter des Angeklagten aus

STUTTGART. Am zweiten Verhandlungstag im Prozess um den Doppelmord von Reudern kam gestern vor der 9. Schwurgerichtskammer des Stuttgarter Landgerichts die älteste Tochter des Angeklagten zu Wort. Dem 53-Jährigen wird vorgeworfen, im Juli vergangenen Jahres in Reudern seine Ehefrau und den Lebensgefährten seiner jüngeren Tochter erschossen zu haben. Die beiden Töchter standen nur wenige Meter entfernt, als der Vater die tödlichen Schüsse abgegeben hat.

Bereits gestern hatte die Jüngere der beiden Schwestern ausgesagt. Sie schilderte, dass sie während der Tat ihren Sohn auf dem Arm gehabt habe. Mit ihm habe sie nach den Schüssen die Flucht ins Nachbarhaus ergriffen.

Ihre ältere Schwester sagte, dass die Kinder den Streit auf der Terrasse mitbekommen hätten. „Ich habe mich mit den Kindern im Wohnzimmer versteckt“, sagte die Zeugin. Die erwachsenen Töchter haben beide Kinder, außerdem waren die beiden jüngeren Töchter des Angeklagten und seiner Frau im Haus.

Sie habe ihren Vater an der Haustür begrüßt und sei danach ins Wohnzimmer gegangen. Sie habe ihrem Bruder nicht begegnen wollen. Die beiden hätten zu dieser Zeit ein angespanntes Verhältnis gehabt. Er habe sie als Verräterin gesehen und sie bedroht. Sie habe der Lebensgefährtin des Bruders dessen Affäre mit ihrer besten Freundin gebeichtet.


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