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"Hunger in der Welt ist ein Skandal"

31.03.2008 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hunger in der Welt ist ein Skandal

Der Dominikanerpater Dr. Callistus sprach bei Veranstaltung im Roßdorf über die Ökumene in einer globalisierten Welt

NÜRTINGEN. Wer von Deutschland aus schon mal nach Nigeria schaut, weiß in der Regel nur, dass der Norden des Landes muslimisch und der Süden christlich ist. Dass die Wirklichkeit des christlichen Südteils des Landes ganz anders aussieht, wurde am Freitag im Stephanushaus im Roßdorf deutlich. Der aus Nigeria stammende Dominikanerpater Dr. Callistus, der seit anderthalb Jahren an der Nürtinger Johannesgemeinde tätig ist, entwarf das Bild eines Landes mit einer enormen Vielzahl christlicher Religionsgemeinschaften, die mehr oder weniger in kühler Distanz zueinander leben.

Diese Trennung der Christen schmerzt den Pater. Er sieht in der Trennung eine von Europa nach Afrika exportierte Sünde. Es ist eine Spaltung mit üblen Folgen. Geht es in Nigeria um die großen Fragen, spricht zwar der muslimische Norden mit einer Stimme, nicht jedoch der christliche Süden des Landes. Einen guten Teil seiner Doktorarbeit, die übrigens 679 Seiten umfasst, hat der Dominikaner der Frage gewidmet, wie die Gräben zwischen den christlichen Religionsgemeinschaften seiner Heimat zu überwinden seien. Die Risse zwischen ihnen sind nach seinem Urteil viel tiefer als in Europa.


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