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Nürtingen

Horrorgeschichte war nur heiße Luft

06.06.2014 00:00, Von Edeltraud Decker — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nürtinger Schöffengericht sprach Angeklagten frei

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Stuttgart, mit der sich unlängst das Schöffengericht am Nürtinger Amtsgericht zu befassen hatte, liest sich wie eine Horrorgeschichte. Vor Gericht allerdings vermochte das Opfer, dem nach eigenem Bekunden so übel mitgespielt worden war, Richter und Schöffen nicht zu überzeugen. Der Angeklagte wurde freigesprochen.

NÜRTINGEN. Dem 29-jährigen Angeklagten warf die Staatsanwaltschaft vor, an einem Abend im Oktober letzten Jahres seine ehemalige Freundin vor deren Haus abgepasst und dann an den Haaren in die Wohnung im fünften Stock geschleift zu haben. Dort habe er sie im Schlafzimmer mit den Worten „Hey, du kleine Schlampe, wenn ich leiden muss, musst du auch leiden“ auf das Bett geworfen, ihr die Hände gefesselt und ihr, als sie mit den Füßen strampelte, diese ebenfalls zusammengebunden. Dann habe er einen Müllbeutel geholt und ihr diesen über den Kopf gezogen, sodass sie Atembeschwerden und Todesangst bekommen habe. Irgendwann in der Nacht habe er ein Messer aus der Küche geholt und gedroht, sich umzubringen. Das Opfer habe beschwichtigend auf ihn eingeredet. Er habe dann von seinem Vorhaben abgesehen, sie aber am nächsten Morgen mit nach Konstanz genommen, ohne dass sie hätte flüchten können. Wieder zu Hause habe sie alles ihren Eltern erzählt und die Polizei verständigt.


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