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Hochwasserhilfe mit Tücken

22.07.2008 00:00, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hochwasserhilfe mit Tücken

Sofortprogramm des Landes krankt an selbst erstellten Hürden – Ohne Spenden kein weiteres Geld

Was Ministerpräsident Günther Oettinger nach den Unwetterschäden vom 2. Juni versprach, hörte sich zwar gut an, zeigt in der Praxis jedoch seine Tücken. Unbürokratisch wollte man den betroffenen Gemeinden helfen, baute jedoch selbst Hürden für eine Soforthilfe auf. Das wurde nun auch vom Wolfschlugener Kreisrat Bernd Späth (Freie Wähler) kritisiert.

Im Landkreis Esslingen hatte es Wolfschlugen besonders schwer getroffen, 300 Haushalte suchte das Hochwasser heim, das über die vollgesogenen Wiesen in die Gemeinde hineingelaufen war. Auch Schlaitdorf, Neuffen und Denkendorf hatten in größerem Umfang Schäden zu verzeichnen.

Statt wirklich unbürokratisch einzuspringen, baute das Land jedoch selbst Hürden auf. Für jeden gespendeten Euro wollte man die doppelte Summe nochmals drauflegen, so ein Beschluss des Ministerrats. Zur Auszahlung wurden dem Esslinger Landratsamt 50 000 zugewiesen. Doch Landrat Heinz Eininger wies darauf hin, dass es mit dem zeitlichen Abstand schwer sei, Spendenkampagnen anzustoßen. In Wolfschlugen seien jedoch 4000 Euro an Spenden eingegangen, weshalb insgesamt 12 000 Euro zur Auszahlung kommen könnten.


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