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Nürtingen

Heute würde er unter die Räder kommen

16.05.2012 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gut besuchte Vortragsveranstaltung im Stadtmuseum über Mörike – Ein großer Poet und seine Eigenheiten

Aus heutiger Sicht betrachtet, lebte Eduard Mörike wie eine Art Einsiedlerkrebs. In engem Radius war er ständig unterwegs. Eine rätselhafte Unruhe trieb ihn um. Nürtingen war eine seiner vielen Stationen. Er war nicht unbedingt der Charakter und der Mann, den sich Mütter als Schwiegersohn wünschen.

NÜRTINGEN. In der Nürtinger Marktstraße klagte seine Frau einer Bekannten ihr Leid. Sie vermisste an ihrem Mann die Zielstrebigkeit und die Tüchtigkeit, die den Ehepartner der Bekannten auszeichnete. Sie sah in ihrem Mann, dem Dichter, vor allem ein großes Phlegma.

Er pflegte sonderbare Neigungen

Eduard Mörike pflegte nach ihrer Meinung zu viele sonderbare Neigungen, war zerstreut, träumte vor sich hin, schrieb rätselhafte Dinge, etwa über den Sonnenaufgang, die Geräusche auf der Straße oder die Rose im Garten. Außerdem strebte er, der Pfarrer, ein Leben als hauptberuflicher Dichter an, eine Berufswahl, von der man auch damals schon wusste, dass es der beste Weg zum Verhungern war. Die Kunst und der Hunger sind Geschwisterkinder.


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