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Nürtingen

Hausverbot bestand schon lang

05.12.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Landrat verwahrt sich gegen Vorwürfe nach versuchtem Totschlag

NÜRTINGEN (jg/ug). Die gute Nachricht zuerst: Dem 21-jährigen Mazedonier, der am Dienstagabend vermutlich von einem zehn Jahre älteren Landsmann (es gilt die Unschuldsvermutung) mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt wurde, geht es besser. Nachdem er zunächst im Stuttgarter Katharinenhospital ins künstliche Koma versetzt worden war, schwebt er mittlerweile laut einer Pressemitteilung der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Der mutmaßliche Täter, der übrigens in einer anderen Nürtinger Flüchtlingsunterkunft wohnte, befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Gestern erließ ein Richter am Amtsgericht Stuttgart Haftbefehl gegen ihn. Bisher macht er laut Polizei-Pressesprecherin Andrea Kopp indes „von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch“.

Sowohl Ragini Wahl, die Flüchtlingsbeauftragte des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen, als auch der Nürtinger Stadtrat Pit Lohse (NT 14) hatten (Letzterer in einer E-Mail an alle Gemeinderäte) ja unmittelbar nach der Tat schwere Vorwürfe erhoben. So sei laut Wahl die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die die Unterkunft an der Nürtinger Kanalstraße betreut, über die Eskalation des Streits der beiden Männer informiert gewesen, habe aber trotz Aufforderung kein Hausverbot verhängt. Laut Peter Keck, dem Pressesprecher des Landkreises, ist das indes schlichtweg falsch: „Das geschah schon am 26. September.“


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