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Nürtingen

Geschichte von drei guten Freunden

09.01.2013, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zwei junge Männer kommt ein sogenannter Freundschaftsdienst teuer zu stehen

Wer einen Freundesdienst erweist, zeigt einen noblen Charakter. Dass man es mit Freundesdiensten aber auch übertreiben kann, demonstrierte eine Verhandlung am Nürtinger Amtsgericht.

NÜRTINGEN. Die Geschichte der drei guten Freunde begann auf der Neckartalstraße, wo einer von ihnen zur Feierabendzeit unterwegs war. Der 22-Jährige hatte es eilig und er vertraute auf seine guten Fahrkünste.

Bei Neckartailfingen setzte er trotz Gegenverkehr zum Überholen an. Es war ein höchst riskantes Manöver. Es gelang nur deshalb ohne Zusammenprall, weil er scharf vor dem überholten Fahrzeug wieder nach rechts einscherte. Reifen quietschten und Haare sträubten sich. Der schuldige Lenker gab Vollgas und suchte Land zu gewinnen, aber der überholte Fahrer war noch geistesgegenwärtig genug, um sich die Autonummer des Flüchtigen zu merken.

Er ging zur Polizei und erstattete Anzeige, der falsche Überholkünstler traf sich noch am Abend mit seinen zwei Freunden in der Kneipe. Jetzt war guter Rat teuer. Der 22-Jährige konnte sich ausrechnen, dass eine Anzeige auf ihn zukam. Der um Haaresbreite vermiedene Unfall würde seine Folgen haben. Er benötigte Zeugen. Aus der Klemme konnten ihm nur Freunde helfen, die seine Version des Geschehens bestätigten. Die Schwierigkeit war nur, dass er sich alleine im Auto befunden hatte.


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