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Nürtingen

"Gemeinwohl geht vor"

01.02.2007 00:00, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nürtinger Röntgen-Ärger als Anlass für Bundesrats-Initiative?

NÜRTINGEN. Auch wenn die lauten Töne verstummt sind: Der Ärger um das Aus für ambulante Röntgenuntersuchungen, der im vergangenen Jahr Tausende mobilisiert hatte, ist noch längst nicht verraucht. Das Thema schlägt weiter Wogen. Nun sogar bis nach Berlin: Der Nürtinger Landtagsabgeordnete und Fraktionschef der Grünen, Winfried Kretschmann, hat Ministerpräsident Günther Oettinger gebeten, im Rahmen der Debatte um die Gesundheitsreform das Thema zur Sprache zu bringen.

Salopp gesagt geht es ihm darum, dass die von Vertretern der Ärzteschaft und Krankenkassen besetzten Zulassungsausschüsse nicht mehr quasi nach Gutsherrenart entscheiden können sollen, welche ärztlichen Leistungen wo angeboten werden dürfen, sondern auch fachlich kontrolliert werden und sich öffentlich auch rechtfertigen müssen.

Kretschmann selbst formuliert es unter Hinweis darauf, dass Frauen aus Nürtingen nun wesentlich größere Wegstrecken zurücklegen müssen, um eine Mammografie vornehmen lassen zu können, so: Ich halte es für unvertretbar, dass gesundheitspolitische Erwägungen übergeordneter Art, die im Interesse der Patiententinnen sind, sowie krankenhausplanerische Ziele ganz einfach durch den Zulassungsausschuss übergangen werden können. Daher lautet die Forderung des Politikers so: Das öffentliche Interesse muss eindeutig Vorrang haben vor dem wirtschaftlichen Interesse niedergelassener Ärzte.


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