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18.10.2016 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ökumenisches Forum im Roßdorf diskutierte die Rolle Luthers

Soll man die Reformation feiern oder ihrer trauernd gedenken? Der evangelische Pfarrer Dr. Martin Wendte aus Tübingen setzte sich auf Einladung des Ökumenischen Forums im Stephanushaus zusammen mit den Zuhörern mit dieser Frage auseinander.

NÜRTINGEN (we). Eingangs schufen zwei gegensätzliche Statements eine Diskussionsgrundlage. Eva Wetzel nannte Gründe dafür, dass man der Reformation durchaus positiv gegenüberstehen kann. Die Rückkehr zur Bibel als Grundlage des Glaubens, die Beendigung des Ablasshandels, die Abkehr von Korruption und Verweltlichung des damaligen Papsttums, Luthers Bibelübersetzung und damit die Möglichkeit für jedermann, das Wort Gottes selber zu erkennen und schließlich die Erkenntnis, dass allein der Glaube zu Gott führe.

Dem hielt Stefan Kneser entgegen, dass die Reformation vielfältigen Anlass zu Krieg und Gewalt gegeben und eine „Blutspur“ durch die Jahrhunderte gezogen habe. Außerdem habe Luthers Einstellung zu den Fürsten obrigkeitsstaatliches Denken bis in die jüngste Vergangenheit hinein gefördert. Die Spaltung der christlichen Kirche sei kein Grund zum Feiern, eher „ein Grund zum Nachdenken“.

Krieg und Spaltung auf der Minusseite der Reformation


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