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Gegenreformation

16.12.2005 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gegenreformation

Martin Luther schubste die Reformation an, und seitdem gibt es Protestanten. Doch auch an der katholischen Kirche ging die Reformation nicht spurlos vorüber. Denn zum einen – aus Sicht der katholischen Kirche – hatten Luther und die anderen Reformatoren doch in einigen Punkten allesamt recht gehabt, zum anderen galt es, verlorene Schäfchen mit Nachdruck zur Herde zurückzuholen. Diplomatie, staatliche Repression und ideologische Indoktrination waren die drei Säulen der Gegenreformation. Auf dem Konzil von Trient, das von 1545 bis 1563 stattfand, wurden die Weichen gestellt. Zunächst feilte man die Unterschiede zu den Protestanten heraus, dann machte man sich daran, die schlimmsten Missstände wie zum Beispiel den Ablassmissbrauch oder die Mängel in der Priesterausbildung zu beseitigen. Speerspitze der Gegenreformation waren die 1534 von Ignatius von Loyola gegründeten Jesuiten, oft die Intellektuellen unter den Mönchen. Doch nicht nur mit dem Schwert des Geistes wurde gekämpft. Die Sache spitzte sich zu bis zu jenem Tag, als wütende protestantische Adelige den katholischen Statthalter auf der Prager Burg aus dem Fenster warfen. Das war kein spontaner Akt, sondern eher eine wohlkalkulierte Kriegserklärung, sozusagen eine besonders rustikale Art, jemandem den Fehdehandschuh hinzuwerfen. Damit begann 1618 der Dreißigjährige Krieg. bg


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