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Nürtingen

Futter-Fotografie

31.01.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Wie ein köstliches Gebirge erhebt sich die Schokopraline vom feinen Porzellan. Kleine Tröpfchen perlen an ihren matt glänzenden Seiten, dem Betrachter des Bildes geht es wie den Pawlow’schen Hunden, das Wasser läuft ihm im Munde zusammen. Damit ist der Betrachter den raffinierten Tricks der Food-Fotografie aufgesessen, deren einziger Sinn und Zweck es ist, Futter so appetitlich darzustellen, dass man gar nicht anders kann, als Gelüste zu bekommen.

Mit gelungener Food-Fotografie sieht der labberigste Mikrowellenfertigfraß auf der Verpackung aus, als hätte soeben ein Sternekoch liebevoll Hand angelegt. Dabei arbeiten die Fotografen mit einigen Tricks, die weniger appetitanregend sind. Manche davon sind nötig, weil der Eindruck knackig-kühler Frische unter dem Scheinwerferlicht schnell dahinschmölze. Der feine Tröpfchenfilm kommt nicht frisch aus dem Kühlschrank, sondern aus der Spraydose mit Glycerin. Eine sich gefällig über einen Knödel ergießende Sauce wurde oft mit Gelatine eingedickt, Schokosauce wird gerne von altem Motorenöl dargestellt. Eis ist oft gar kein Eis, sondern Frischkäse mit Farbe, der nicht ganz so schnell dahinschmilzt.


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