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"Für menschenwürdiges Leben"

10.06.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Liga der freien Wohlfahrtspflege im Kreis bezieht Stellung

(pm/hj) Als fehlgeleitet bezeichnet die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Esslingen die aktuelle Debatte zu Hartz IV. Es wird der Eindruck erweckt, als ob die gestiegenen Kosten für das Arbeitslosengeld II durch einen massenhaften Anstieg des Missbrauchs entstanden sind. Dafür gibt es aber keinerlei gesicherte Erkenntnisse, widerspricht Michael Buck, Vorsitzender der Liga im Landkreis Esslingen.

Das Fallmanagement sei nach wie vor ungenügend. Zudem nehmen heute viele Geringverdiener ihre gesetzlich verbrieften Ansprüche auf ergänzendes Arbeitslosengeld II wahr. Dies aber als Missbrauch zu bezeichnen, ist unlauter, so Buck. Früher hätten Geringverdiener oftmals aus Scham auf ergänzende Sozialhilfe verzichtet oder diese aus Unkenntnis nicht beantragt.

In die Beratungsstellen der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Esslingen kommen viele langzeitarbeitslose Menschen, deren größter Wunsch es ist, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen. Die meisten suchen seit Jahren eine Arbeit und haben kaum die Mittel, um wenigstens einigermaßen über die Runden zu kommen. Viele leiden massiv unter der Stigmatisierung, der sie als Hartz-IV-Empfänger ausgesetzt sind. Schon jetzt gibt es die Möglichkeit, empfindliche Sanktionen für Arbeitslose zu verhängen, die eine zumutbare Arbeit ablehnen.


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